{"id":47,"date":"2017-12-02T13:00:08","date_gmt":"2017-12-02T13:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/utegliwa.de\/?p=47"},"modified":"2020-01-03T13:18:23","modified_gmt":"2020-01-03T13:18:23","slug":"non-plus-ultra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/2017\/12\/02\/non-plus-ultra\/","title":{"rendered":"Non Plus Ultra"},"content":{"rendered":"\n<p>Als ich mit 17 endlich das erste Mal\nSex hatte, war es genau so wie ich es mir jahrelang sehns\u00fcchtig\nvorgestellt und ausgemalt hatte. Es zeigte sich dass ich auch in der\nangewandten Praxis ganz begeistert von erigierten Penissen war. Ich\nlie\u00df es mir nie nehmen, sie immer ganz genau zu betrachten und mit\nfast akademischer Neugier zu erforschen. Ich erprobte\nunterschiedliche Griffe und Handhabungen, leckte spielerisch an ihnen\nherum, experimentierte mit Mundf\u00fcllungen unterschiedlicher\nKonsistenz und Temperatur und st\u00fclpte meine M\u00f6se auf jede Art und\nWeise, die mir einfiel, gen\u00fcsslich \u00fcber sie. Kurz: Ich hatte einen\nHeidenspa\u00df an ihnen. Am liebsten jedoch sp\u00fcrte ich sie ganz tief in\nmir. Wenn ich sie ritt oder wenn ich auf allen Vieren von hinten\npenetriert wurde, gefiel es mir am besten. Sex, das war jahrelang\ngleichbedeutend mit Penetration. F\u00fcr Sex brauchte es einen Penis.\nFinger in meiner M\u00f6se waren zur Not auch okay, aber in meinem Scho\u00df\nmussten sie schon sein, sonst z\u00e4hlte es nicht. Au\u00dfen, speziell\npunktuell an meiner Klitoris, mochte ich gar nicht unbedingt ber\u00fchrt\nwerden, da war ich viel zu empfindlich, das war mir regelrecht\nunangenehm. Auch geleckt zu werden konnte ich nicht aushalten, das\nwar viel zu intensiv. Meine M\u00e4nner hatten \u00fcblicherweise nichts\ndagegen, mich stattdessen ordentlich durchzuv\u00f6geln und mir auf diese\nWeise einen Orgasmus nach dem anderen zu bescheren. Ich konnte es\n\u00fcberhaupt nicht verstehen, warum man hin und wieder h\u00f6rte und las,\ndass Frauen so verr\u00fcckt danach sind, geleckt zu werden. Ich empfand\nnicht einmal Verlangen danach, meine Klitoris von au\u00dfen selbst zu\nstimulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war schon Anfang drei\u00dfig, als ich\ndem Mann begegnete, der mein sexuelles Universum um einige\nDimensionen erweiterte. Bis dato hatte ich mich meinem Verlangen nach\neinem Mann nie widersetzt. Sah ich einen den ich wollte, nahm ich ihn\nmir. Es war von Anfang an die nat\u00fcrlichste Sache der Welt, meiner\nLust zu folgen. Dann hatte ich eine l\u00e4ngere Beziehung, in der ich\nvollkommen treu war, aber eben weil ich nur den einen Mann wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begegnung mit S. ver\u00e4nderte mein\nLeben vollkommen, nicht nur sexuell. Es war das erste Mal, dass ich\neinen echten Konflikt bew\u00e4ltigen musste. Als ich ihn zum ersten Mal\nsah, fiel mir als erstes auf, wie geschmeidig es sich bewegte. Und\nwie er mich von Weitem sch\u00fcchtern aber eindeutig mit seinen\nlangbewimperten hellen Kinderaugen anhimmelte. Er wusste von\ngemeinsamen Freunden, dass ich ein kleines Kind hatte und kurz davor\nstand, mit meiner Familie auszuwandern. Nie h\u00e4tte er den ersten\nSchritt auf mich zu gemacht. Ich aber kostete seine Bewunderung aus\nund befeuerte sie immer weiter. Seine Blicke schmeichelten mir, seine\nUnbeholfenheit wenn er mich sah, am\u00fcsierte mich. Ich hielt meine\nKoketterie f\u00fcr harmloses Spiel. Schrieb ihm unter einem Vorwand eine\nMail und traf ihn in einer Mittagspause. Und w\u00e4hnte mich dabei\nvollkommen sicher, denn ich w\u00fcrde schon wenige Wochen sp\u00e4ter das\nLand verlassen, es war alles arrangiert. Ich involvierte ihn in immer\ndeutlichere Mails, aber je expliziter sie wurden, desto weniger\nkonnte ich ihm bei unseren Treffen in die Augen sehen, denn ich\nwollte seinen \u00fcberaus sinnlichen Mund inzwischen wirklich k\u00fcssen.\nNa gut, k\u00fcssen war okay, angesichts meiner baldigen Abreise, sagte\nich mir und wir verabredeten uns eines mittags zum Knutschen im Park.\nUnsere K\u00fcsse waren leider unfassbar spektakul\u00e4r. Es machte mich\nschier wahnsinnig, nicht einfach so \u00fcber ihn herfallen zu k\u00f6nnen,\nwie ich es meinem Naturell folgend getan h\u00e4tte. Ich konnte mit\ndieser stets wachsenden, ungestillten Lust \u00fcberhaupt nicht umgehen.\nSo konnte es nicht weitergehen, so w\u00fcrde ich die mir verbleibende\nWoche niemals bei Verstand \u00fcberleben. Also trat ich die Flucht nach\nvorn an und verbrachte eine weitere Mittagspause in seinem Bett, in\nder verr\u00fcckten Hoffnung, dann endlich von der Qual befreit zu sein.\nBei der Gelegenheit wurde mir jedoch klar, dass ich diesen Mann so\nleicht nicht wieder w\u00fcrde hergeben k\u00f6nnen. Jede seiner Ber\u00fchrungen\nwar perfekt. Und er hatte den sch\u00f6nsten und begabtesten Schwanz, den\nich je erlebt hatte. Die letzten Tage litt ich entsetzliche Qualen.\nWir sahen uns t\u00e4glich in den Mittagspausen, mehr freie Zeit hatte\nich nicht. Er presste mich auf den kurzen Spazierg\u00e4ngen so fest an\nsich als wolle er mit mir verschmelzen. Wir waren furchtbar\nverzweifelt. Mein Job war l\u00e4ngst gek\u00fcndigt, ebenso unsere Wohnung,\ndie Lagerung unserer M\u00f6bel war arrangiert. Dann, am letzten Tag\nbevor wir die Fl\u00fcge fest buchen mussten, hielt ich es nicht mehr\naus: Ich beichtete meinem Freund was geschehen war und er fiel aus\nallen Wolken. Er flennte und flehte, aber ich wusste ich w\u00fcrde nicht\nmit ihm weggehen k\u00f6nnen, obwohl ich ihn liebte. Wo meine Libido\nhinfiel, da wuchs kein Gras mehr. In der Hoffnung ich w\u00fcrde recht\nschnell zur Vernunft kommen, wenn ich mich erstmal ordentlich\nausgev\u00f6gelt h\u00e4tte, bot er dann an, mir drei Wochen Zeit zu geben,\num mich auszutoben. Er selbst wollte unser Kind nehmen und wegfahren.\nIch konnte mein Gl\u00fcck (das Drama kam sp\u00e4ter) kaum fassen, packte\nein paar Sachen und zog zu S. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Verlangen war schier unstillbar.\nEs war von vornherein klar, dass drei Wochen niemals ausreichen\nw\u00fcrden um unsere Begierde auch nur ansatzweise zu befriedigen. Wir\nhatten schon geglaubt, wir w\u00fcrden nie mehr miteinander schlafen und\nkosteten nun jede gemeinsame Sekunde, jeden Quadratzentimeter unserer\nHaut in h\u00f6chstem Ma\u00dfe aus. Im Verlauf unserer ersten denkw\u00fcrdigen\nNacht, in der wir nicht voneinander ablie\u00dfen, kniete ich einmal mit\nerhobenem Hintern auf dem Bett, um auf dem Boden nach einem Glas\nWasser zu angeln. S. schob sich von hinten an mich heran, fasste\nmeine H\u00fcften und begann mein Geschlecht zu lecken, nicht nur die\nKlitoris sondern mit flacher Zunge fest \u00fcber die gesamte Breite. Die\nEmpfindung war eine Offenbarung. Ich hielt sofort gebannt inne und\nsp\u00fcrte, wie sich die \u00fcber Wochen aufgestaute erotische Energie aus\nmeinem ganzen K\u00f6rper eiligst unter seiner Ber\u00fchrung b\u00fcndelte und\nzu brodeln begann. Nur wenige Zungenschl\u00e4ge sp\u00e4ter kam ich mit\neiner bislang ungekannten Wucht. Einen solch gewaltigen und mein\nganzes Wesen ersch\u00fctternden Orgasmus hatte ich vorher noch nicht\nerlebt. Tats\u00e4chlich hatte ich in meiner jugendlich naiven Arroganz\nnicht einmal geahnt, dass meine bisher als non plus ultra empfundene\nLust noch zu steigern war. Der Bann, der auf meiner Vulva gelegen\nhatte, war damit jedenfalls gebrochen. Seither geh\u00f6rt ein guter\nCunnilingus zum hoch gesch\u00e4tzten Bestandteil meines Liebeslebens,\naber das non plus ultra blieb auch der nicht, genauso wenig wie die\nS\u00e4ulen des Heraklit das Ende der Welt markierten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich mit 17 endlich das erste Mal Sex hatte, war es genau so wie ich es mir jahrelang sehns\u00fcchtig vorgestellt und ausgemalt hatte. Es zeigte sich dass ich auch in der angewandten Praxis ganz begeistert von erigierten Penissen war. 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