{"id":63,"date":"2016-03-02T17:50:48","date_gmt":"2016-03-02T17:50:48","guid":{"rendered":"https:\/\/utegliwa.de\/?p=63"},"modified":"2020-04-30T12:17:31","modified_gmt":"2020-04-30T12:17:31","slug":"zieh-dich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/2016\/03\/02\/zieh-dich-aus\/","title":{"rendered":"Zieh dich aus!"},"content":{"rendered":"\n<p>Markus Wiehler ist Artist und Inhaber einer Strip-Agentur. Mit mir sprach der ehemalige Stripper \u00fcber die Anf\u00e4nge des Men-Strips in Berlin, \u00fcber ausgefallene Anl\u00e4sse f\u00fcr einen Strip und die letzte H\u00fclle f\u00fcrs Gem\u00e4cht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/interview-stripper-slider-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-159\" srcset=\"https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/interview-stripper-slider-300x200.jpg 300w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/interview-stripper-slider-768x512.jpg 768w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/interview-stripper-slider.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Wann hast du mit\nStrippen angefangen und wie kam es dazu?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Markus\nWiehler: Das war 1993. Zu der Zeit hatte ich gerade Akrobatik-Pause\nund habe eine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Berlin gemacht. Ich\nhatte in der Zeitung eine Anzeige f\u00fcr eine Stripschule gesehen. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>War\nMen-Strip damals schon institutionalisiert?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es\ngab in den 90ern in Berlin eine Gruppe, die nannte sich Phantom-Boys.\nDas war meiner Meinung nach die erste deutsche Men-Strip-Gruppe. Und\nes gab so alte Lokalit\u00e4ten wie \u201eJoe am Wedding\u201c, dort ist diese\nShow immer sonntags aufgetreten. Die Herren kamen mehr aus dem\nTravestiebereich, zeigefreudige, teilweise homosexuelle M\u00e4nner aus\ndem Umfeld der Kleinen Nachtrevue in der Kurf\u00fcrstenstra\u00dfe. Dort\nmuss sich das entwickelt haben. David Vilches, den ich heute noch\nkenne, hat die Gruppe gegr\u00fcndet. Es sollen sogar ein, zwei von den\nChippendales in Berlin geblieben sein, einfach wegen des Berliner\nNachtlebens. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die\nChippendales waren also die Vorreiter?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die\ngibt es seit 1979. Ich habe die Chippendales Anfang der 90er gesehen,\nnoch bevor ich wusste, dass meine Laufbahn sich in diese Richtung\nentwickeln w\u00fcrde. Das war in einem riesigen Zelt vor der damaligen\nDeutschlandhalle und es war voll mit 2000 Frauen. Und ich zwischen\ndiesen 2000 Frauen. Das war vielleicht auch eine Inspiration. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie\nging deine Laufbahn als Stripper dann richtig los?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich\nhabe neugierig bei der Stripschule angerufen und die Inhaberin sagte\nmir, ich k\u00f6nne vorbeikommen. Das war Inge Albert. Sie war zu\nDDR-Zeiten u. a. T\u00e4nzerin bei \u201eMichael Hansen &amp; die Nancys\u201c.\nKurz bevor die Wende kam, hatte sie die ersten Stripshows in\nOstberliner Nachtclubs organisiert, speziell in Bars, wo Westberliner\nzu Gast waren. Das war nicht verboten, aber leicht verrucht. Und nach\nder Wende hat sie diese Stripschule gegr\u00fcndet, wobei die Bezeichnung\netwas hochtrabend war. Sie hatte einen Keller, wo ein paar Kost\u00fcme\nund Federboas rumhingen. Ich sollte dann hin- und herlaufen und sie\nsagte, sie kenne mich irgendwoher.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kanntet\nihr euch tats\u00e4chlich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie\nerkannte mich an meinem Gang und an meinem Hintern, weil ich den\ngleichen habe wie mein Vater. Mein Vater war auch Akrobat und zu\nihrer Zeit auch mit Michael Hansen unterwegs. Wahrscheinlich hatte\nsie den Hintern von meinem Vater damals genauer angeguckt (lacht).\nDann hat sie mit mir ein paar Schritte ge\u00fcbt und mir gesagt, dass\nich am n\u00e4chsten Samstag den ersten Auftritt habe. Ich hatte kein\nKost\u00fcm, ich hatte nichts, das fand ich sehr uncool, denn als Akrobat\nbin ich gew\u00f6hnt, dass man eine Choreografie hat. Ich hab dann einen\nehemaligen Freund von meiner Akrobatik, mit dem ich jetzt auch wieder\nals Akrobat zusammen arbeite, angerufen und gesagt, wir m\u00fcssen hier\nirgendwas machen. Also haben wir \u201eUnchain my Heart\u201c von Joe\nCocker genommen und eine lockere Choreografie \u00fcberlegt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was\nf\u00fcr ein Auftritt war das?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das\nwar f\u00fcr einen Geburtstag in einem Hochhaus in Spandau. Party-Strip\nwar in der Zeit eigentlich noch gar nicht \u00fcblich. Ich ging im Anzug\nmit einer Rose, denn ein neues Kost\u00fcm hatte ich mir nicht leisten\nk\u00f6nnen, und bin da rein, hab meinen Spruch gemacht und hab dann dort\nmeinen ersten Wohnzimmer-Strip hingelegt. Ich fand das lustig. Ich\nmeine, durch die Akrobatik war ich schon oft auf der B\u00fchne, das war\nalso nicht das Problem. Damals gab es f\u00fcr einen Strip 400 DM, wovon\nich aber das meiste abgeben musste und mir nur 100 DM blieben, was\nich merkw\u00fcrdig fand, weil sie mich gar nicht ausgebildet hatte. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie\nhat dich also einfach ins kalte Wasser geschmissen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja,\nsie hat mich dann auch gleich zur Margarete-Schreinemakers-Show\nmitgenommen, da hatte sie ihren Profi-Stripper mit und mich als\nAzubi. Sie wurde als Strip-Agentin vorgestellt und wir mussten eine\nkurze Vorf\u00fchrung machen, was derma\u00dfen peinlich war, da ich ja noch\nnichts konnte. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Trotzdem\nhast du weitergemacht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich\nhabe dann eine Dame kennengelernt, die Modenschauen gemacht hat. Sie\nwollte eine Strip-Show \u00e0 la Chippendales entwickeln und auch so eine\nGruppe gr\u00fcnden. Sie hatte schon Pedro, einen rum\u00e4nischen Kung-Fu\nK\u00e4mpfer, Gigolo Ralf und Terry G. und dann haben wir die Show\nzusammengestellt. Wir sind sonntags wechselweise mit den Phantom-Boys\naufgetreten und kamen beim Publikum sofort gut an. Es hat sich in den\nfr\u00fchen Nachwendejahren so eine Szene entwickelt, es gab immer Ladies\nNights, zum Beispiel donnerstags im Jeton auf der Frankfurter Allee\nund mittwochs im Tollhaus in der Siegfriedstra\u00dfe, also sind wir\ndreimal die Woche mit dieser Managerin unterwegs gewesen, die auch\nganz gut an uns verdient hat. Bis wir dann so weit waren, dass ich\ngesagt habe, Jungs, das machen wir jetzt alleine. Es gab da einen\nrichtigen Markt. In den Nachwendejahren haben in der gesamten\nehemaligen DDR die Gro\u00dfraumdiskotheken aufgemacht und die Leute\nwollten Party machen. Es gab ein paar Agenturen, die haben vom\n\u00d6lwrestling bis zum Schlammcatchen diese ganzen Sachen angeboten und\neine Agentur hat uns dann geschlagene zwei Jahre mit unserer Show\ndurch Deutschland geschickt. Am Anfang zu viert, das hat sich aber\nnicht rentiert, dann zu dritt. Eine kleine Show, Chippendale f\u00fcr\nArme, sag ich immer. Das war eine tolle Zeit. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Und\ndanach kam die eigene Strip-Agentur?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann\nist das Ding mit den Diskotheken durch gewesen und dann kam der\nParty-Strip auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Leute,\ndie uns kannten, sagten, Mensch, k\u00f6nnt ihr nicht zum 18. Geburtstag\nmeiner Tochter oder zu Omas 80. zu uns kommen. Wenn\u2019s geht als\nPolizist. Gigolo Ralf hat \u00fcber einen Freund bei der Polizei die\nUniformen besorgt. Mir war die Uniform viel zu gro\u00df und ich muss so\ndaneben ausgesehen haben. Aber von einem Tag auf den anderen war\nunser neues Gesch\u00e4ftsfeld geboren und tolle Jahre mit vielen\nAuftritten begannen: Geburtstage, Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern \u2026\nWeil mir die Uniform nie gepasst hat, hab ich dann immer den\nbetrunkenen Polizisten gespielt. Mein Kollege hat immer geklingelt\nund gesagt, wir h\u00e4tten einen Unfall mit dem Dienstwagen und ich bin\ndann betrunken in den Raum gefallen, mit einem kaputten Lenkrad und\neiner Whiskeyflasche in der Hand. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wieso\nhast du aufgeh\u00f6rt, selbst zu strippen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als\nStripper hat man eine Halbwertszeit, ich sag mal so bis 35 kann das\nbei M\u00e4nnern laufen, dann hat man das Problem, dass, wenn man zum 18.\nGeburtstag gebucht ist, die Dame die eigene Tochter sein k\u00f6nnte.\nSp\u00e4testens da sollte man \u00fcberlegen, ob man den Beruf wechselt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wobei\nes ja auch \u00e4lteres Publikum gibt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja,\nes ist vom 30., 40. bis zum 100. Geburtstag alles dabei. Das war das\n\u00e4lteste, was wir hatten. Wir haben auch schon auf einer Beerdigung\ngestrippt. Der da gestorben war, war ein Rocker gewesen, der gesagt\nhatte, auf seiner Beerdigung muss Party sein. Ich hab auch schon\nmorgens im Kindergarten eine Kinderg\u00e4rtnerin zum Dienst begr\u00fc\u00dft,\nweil sie Dienstjubil\u00e4um hatte. Die Kinder wurden dann schnell in\neinen anderen Raum geschoben. Im Partystripbereich ist es immer\nwieder eine \u00dcberraschung, das hat immer Spa\u00df gemacht. Dann kam\nirgendwann meine Halbwertszeit, die Kundschaft blieb aber nicht aus,\nalso bin ich ausgestiegen und habe eine Agentur gegr\u00fcndet und Leute\ndazu genommen. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Werden\nmehr Frauen oder mehr M\u00e4nner gebucht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In\nden 90ern und bis ca. 2005 war es fifty fifty. Seit ca. 2005 hat sich\ndie Szene komplett gewandelt. Die Geburtstage waren durch, jeder\nhatten seinen Strip gehabt und pl\u00f6tzlich kam die\nJunggesellenpartyzeit, von der jetzt eigentlich alle Stripagenturen\nin Berlin leben, ich auch, das ist inzwischen mein\nHauptgesch\u00e4ftsfeld. Bei den Frauen geh\u00f6rt es zu 80 % dazu, einen\nStripper zu haben. Die Agenturen leben davon, dass es in ist, in\nBerlin zu feiern. Die kommen aus Bayern, Schwaben, Brandenburg\nhierher, da waren pl\u00f6tzlich mehr M\u00e4nner gefragt. Seit etwa drei\nJahren kommen sie sogar international, speziell aus England und\nSkandinavien. Bei den Engl\u00e4ndern ist es bei den Junggesellen in,\nirgendwohin zu fahren. F\u00fcr diese Gruppen gibt es inzwischen von\n\u201eSteak &amp; Strip\u201c bis zu \u201eSexy Wake-up Call\u201c so ziemlich\nalles. Jetzt hat es sich wieder umgekehrt, etwa 70&nbsp;% Frauen und\n30&nbsp;% M\u00e4nner. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das\nklingt so, als h\u00e4ttest du Bedarf an Personal. Suchst du Stripper?\nM\u00e4nner im Besonderen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Absolut.\nEs kommt kein Nachwuchs. Manche Stripper kommen vom Gogo zum Strip,\naber es ist ganz schwierig, Nachwuchs zu finden. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was\nm\u00fcssen m\u00e4nnliche Stripper grunds\u00e4tzlich mitbringen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Narzissmus.\nUnd sie sollten ihren K\u00f6rper, was Rhythmusgef\u00fchl betrifft, halbwegs\nunter Kontrolle haben. Muss aber auch nicht sein, denn strippen ist\nnicht gleich tanzen. Es gibt Stripper, die super tanzen k\u00f6nnen, das\nist von Vorteil, ist aber nicht Grundbedingung. Ein bisschen\nMusikgef\u00fchl, gutes Aussehen, Muskeln. Das reicht eigentlich. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was\nmacht einen richtig guten Stripper aus?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gepflegtheit.\nOrdentliche Kost\u00fcme. Ausstrahlung. Das ist am wichtigsten, aber das\nhaben die wenigsten. Es muss angenehm f\u00fcr die Kundschaft sein. Wobei\nein Strip f\u00fcr zehn Engl\u00e4nderinnen, die schon was getrunken haben,\nanders abl\u00e4uft als bei Omas 80. Geburtstag in Marzahn.\nSchauspielerisches Talent kann auch nicht schaden, denn Authentizit\u00e4t\nder Er\u00f6ffnungsstory ist wichtig, denn das ist, was in den K\u00f6pfen\nbleibt. Aber das entwickelt sich erst. Wenn ich einen neuen Stripper\nhabe, dauert es eine ganze Weile, bis er wei\u00df, was sage ich als\nPolizist, wie benehme ich mich als Pizza-Mann an der T\u00fcr. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bildest\ndu die M\u00e4nner aus?<\/em> \n<\/p>\n\n\n\n<p>Ja.\nIch habe auch ein paar Probeb\u00fchnen zur Verf\u00fcgung, wo regelm\u00e4\u00dfig\nMen-Strip stattfindet, da kann ich die Jungs auch mal ein bisschen\nausprobieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>M\u00e4nner\nhalten sich beim Strip am Ende ja immer ein T\u00fcchlein vors Gem\u00e4cht.\nWarum ist das so?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das\nist eine Tradition, die ich nicht begr\u00fcnden kann. Es ist mir\nunbegreiflich, warum das so ist. Die Phantom-Boys aus den 90ern haben\ndie letzte H\u00fclle fallen lassen, die Chippendales machen es aber\nnicht. Ich denke, dass es daher kommt. Ich habe selbst schon dar\u00fcber\nnachgedacht. Wollen die Frauen das vielleicht sehen und sollte man\ndas mal \u00e4ndern? Aber Frauen haben mir gesagt, das muss gar nicht\nsein. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Meinst\ndu nicht, es liegt doch an den M\u00e4nnern, die es nicht wollen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das\nliegt an der Tradition. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz durch die\nChippendales. Wir zeigen es einfach nicht. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich\nhabe vor dem Strip f\u00fcr S\u00e9par\u00e9e leider vergessen darum zu bitten,\ndass der Stripper am Ende komplett nackt ist.<\/em> \n<\/p>\n\n\n\n<p>Das\nh\u00e4tte er nicht gemacht. Da haben sie ihren \u2026 na, Stolz kann man\nauch nicht sagen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Befindlichkeiten?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Naja,\nwarum sollte das jetzt so sein. Okay, wenn sich jetzt ein Trend\nentwickelt, dass das jetzt auf einmal mehrere machen, eventuell f\u00fcr\nmehr Gage, aber im Moment sehe ich da keine Tendenzen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Und\nwie ist das bei strippenden Frauen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher\nin den 90ern wurde nicht mal der String ausgezogen. Die Br\u00fcste\nwurden immer gezeigt, aber auch die lange bedeckt. Jetzt geht das\nmittlerweile so weit, dass bei den Partys angefasst und eingecremt\nwird. Der Slip wird inzwischen ausgezogen, aber immer verdeckt.\nManche Damen haben ein Wedeltuch. Der \u00fcbliche Gag ist dann, dem\nJunggesellen zu sagen, guck mir in die Augen. Dann \u00f6ffnet sie das\nTuch und bevor er reagiert und da hin guckt, ist das Tuch wieder zu.\nDie Damen, die vom Tabledance kommen, sind da aber auch freier und\nlassen das Tuch auch mal l\u00e4nger weg und drehen sich eine Runde. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gibt\nes m\u00e4nnliche Stripper, die extra f\u00fcr M\u00e4nner oder Frauen strippen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nein,\nbei uns ist das vollkommen egal. Von 50 Veranstaltungen sind\nvielleicht f\u00fcnf f\u00fcr gleichgeschlechtliche Junggesellenpartys. Meine\nM\u00e4nner treten auch f\u00fcr M\u00e4nner auf. Es gibt zwei, drei, die machen\nes aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden nicht, der eine kommt zum Beispiel aus\nBrasilien. Es gibt halt Kulturen, wo es nicht geht, einen Mann\nanzufassen. Und bei den Damen genauso. Ich hab sogar zwei, die freuen\nsich, wenn sie mal f\u00fcr eine Frau strippen k\u00f6nnen. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Passiert\nes \u00f6fter, dass Stripper hinterher unlautere Angebote bekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ach,\ndas gibt es schon. Es gab sogar schon, dass eine Braut, die heiraten\nwollte, zu dem Stripper sagte, du, bevor ich heirate, kommst du\nmorgen nochmal zu mir. Aber ich lege Wert auf Seriosit\u00e4t. Von mir\nhaben sie die Order, maximal ein Glas Sekt zum Ansto\u00dfen zu trinken.\nDas ist schon zeitlich bedingt, weil sie weiter m\u00fcssen. Und\nansonsten m\u00fcssen sie das auch mit sich selbst ausmachen, ob sie zu\nHause in festen H\u00e4nden sind. \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Markus Wiehler, Artist, ehemaliger Stripper und Inhaber einer Strip-Agentur, \u00fcber die Anf\u00e4nge des Men-Strips in Berlin, \u00fcber ausgefallene Anl\u00e4sse f\u00fcr einen Strip<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":64,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,5],"tags":[],"class_list":["post-63","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interview","category-separee"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":160,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63\/revisions\/160"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/64"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}