{"id":80,"date":"2014-12-03T08:55:14","date_gmt":"2014-12-03T08:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/utegliwa.de\/?p=80"},"modified":"2020-04-30T12:14:20","modified_gmt":"2020-04-30T12:14:20","slug":"erotische-seelsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/utegliwa.de\/index.php\/2014\/12\/03\/erotische-seelsorge\/","title":{"rendered":"Erotische Seelsorge"},"content":{"rendered":"\n<p> Nick Laurent, Edel-Callboy aus der Schweiz, \u00fcber seinen Beitrag zum Wohle der Frauen, sein Bauchgef\u00fchl und die Lektionen seiner Mutter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-155\" srcset=\"https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-300x200.jpg 300w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-768x512.jpg 768w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/utegliwa.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12-10-03_O059-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>BigPics Fotostudio \/ Fotograf: Patrice Gr\u00fcnig<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\n<em>Nick,\nhast du dich bewusst daf\u00fcr entschieden, Callboy zu werden, oder wie\nkam es dazu?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nNick\nLaurent: Ja, das war eine l\u00e4ngere Entwicklung. Als ich 16 war, hatte\nich schon mal einen kurzen Gedanken daran, so etwas zu machen, aber\ndamals war das nat\u00fcrlich viel zu fr\u00fch. Als ich 29 war, sagte ich\nmir, jetzt, da ich das letzte Jahr eine 2 vorn hab, muss ich noch was\nVerr\u00fccktes machen. Ich hab ein Inserat geschalten in der Zeitung,\nhatte bald die erste Anfrage und dann lief es pl\u00f6tzlich und ich\nmachte eine Webseite. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Wie kam\nes zur Bezeichnung Edel-Callboy? Hast du dich selbst so genannt oder\nwurde dir der \u201eTitel\u201c quasi irgendwann verliehen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch biete\nmehr als nur den schnellen, austauschbaren Sex. Sobald ich merkte,\nworauf es den Frauen ankommt, konnte ich nach kurzer Zeit immer\nbesser herausfinden, wo der individuelle Ber\u00fchrungspunkt zwischen\nmir und der jeweiligen Frau ist. Sie sch\u00e4tzen meine Einzigartigkeit\nim Umgang, den besonderen Humor und das nat\u00fcrliche Gespr\u00e4ch. Dabei\nsind erstklassige Umgangsformen und Diskretion, aber auch menschliche\nReife und tiefes Verst\u00e4ndnis Teil der Dienstleistung. Im\nEdel-Segment sehe ich mich selbst nicht nur anhand meiner Preise,\nsondern in der Exklusivit\u00e4t und den selektiven, raren Eins\u00e4tzen.\nIch arbeite bedacht und bewusst. Bei mir gibt es keinen Sex \u201evon\nder Stange\u201c, sondern eine auf die Frau, ihre Situation und innere\nVerfassung m\u00f6glichst passende Begegnung.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was f\u00fcr\nFrauen buchen dich denn?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nGanz\nunterschiedlich. Frauen von 18 bis 60, unterschiedlicher\nBerufsgruppen, aus ganz individuellen Beweggr\u00fcnden. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Aber\nkannst du sagen, ob es mehr gebundene Frauen oder Singles sind? <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDie meisten\n Frauen sind Singles, verwitwet, geschieden oder schon l\u00e4nger\nalleinstehend, meist beruflich sehr engagiert. Darunter sind\nselbstbewusste, freiheitsliebende Frauen, die unzufrieden mit den zur\nVerf\u00fcgung stehenden M\u00e4nnern sind und keine Beziehung m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Wo\ntriffst du dich \u00fcblicherweise mit deinen Kundinnen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nMeist im\nHotel oder bei den Kundinnen zu Hause. Eher selten im Freien,\nmanchmal ist meine Begleitung in erotische Clubs gew\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Also ihr\nlernt euch nicht erst unverf\u00e4nglich in einem Caf\u00e9 kennen oder\ndergleichen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch bin\nsicherlich zu einem allerersten Kennenlernen im Caf\u00e9 treffbar,\ndas hat aber noch nichts mit einer sp\u00e4teren Buchung zu tun. Sicher\nw\u00fcrde ich mir mehr Kulturveranstaltungen, Konzert- und\nRestaurantbesuche davor w\u00fcnschen, aber ich denke aufgrund der immer\nnoch vorhandenen Tabuisierung bef\u00fcrchten Kundinnen, in der\n\u00d6ffentlichkeit mit mir gesehen oder gar erkannt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was sind\ndie h\u00e4ufigsten W\u00fcnsche der Frauen? Haben sie Spezialw\u00fcnsche oder\nlassen sie sich lieber \u00fcberraschen? Verkleidest du dich auch, wenn\nsie es w\u00fcnschen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nAls mich\ndamals die Tina, meine aktuelle Partnerin, gebucht hat, hat sie\ngesagt, sie steht auf Heavy Metal, da kam ich dann mit Lederjacke und\noffenen langen Haaren, so wie sie es sich gew\u00fcnscht hatte. Aber\nsonst ist das Erscheinungsbild ganz normal, der nette Typ von\nnebenan. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was\nerwarten die Frauen von dir?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nSie\nerwarten sicher eine unbeschwerte, angenehme Zeit, Zuneigung und\nZ\u00e4rtlichkeit. Guten Sex, der nicht gleich nach f\u00fcnf Minuten fertig\nist. Manche erz\u00e4hlen mir ihre ganze Lebensgeschichte, manchmal h\u00f6re\nich still zu, manchmal sage ich was dazu. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Triffst\ndu Frauen auch mehrmals?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch hab\nvorwiegend Stammkundinnen. Nur selten nehme ich als Ausnahme eine\nneue Kundin dazu. Meine Exklusivit\u00e4t muss gewahrt bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Entsteht\ndann doch eine Art Beziehung oder Aff\u00e4re und wie h\u00e4ltst du die\nFrauen emotional auf Abstand, falls sie N\u00e4he suchen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nDie Frauen,\ndie mich jetzt schon \u00fcber Jahre buchen, die wissen, dass ich in\neiner festen Beziehung bin. Ich gehe damit offen um, ich verschweige\nnicht, dass ich gl\u00fccklich vergeben bin. Nat\u00fcrlich entsteht \u00fcber\ndie Jahre eine Art Beziehung und Vertrauensverh\u00e4ltnis, aber stets\nmit der Distanz der gesch\u00e4ftlichen Buchung mit monet\u00e4rer und\nzeitlicher Abgrenzung.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Das\nhei\u00dft, du kommst eigentlich nicht in Konflikte zwischen Privat- und\nArbeitsleben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nNein, denn\nich lebe Offenheit und kommuniziere, was ist. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Wenn\ndich Frauen, die du noch nicht kennst, buchen, siehst du vor dem\nTreffen Fotos der Damen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIn der\nRegel nicht, das ist die gro\u00dfe Ausnahme. Meist wei\u00df ich von den\nFrauen nur das, was sie schreiben oder am Telefon sagen. Aber bereits\ndamit habe ich die Pers\u00f6nlichkeit, das Wesen der Frau, unabh\u00e4ngig\nvon \u00c4u\u00dferlichkeiten, relativ deutlich vor mir.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Hast du\nauch schon Anfragen von vornherein abgelehnt, weil du gemerkt hast,\ndas f\u00fchlt sich merkw\u00fcrdig an?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nJa,\nnat\u00fcrlich. Ich achte sehr darauf, was ich bei jeder ersten\nKontaktaufnahme f\u00fchle, besonders wenn es um W\u00fcnsche geht, die ich\nnicht erf\u00fcllen kann oder will. Ich mach kein Sadomaso oder, was ich\nauch schon hatte, was mich sehr verwundert hat, so Sachen wie \u201eohne\nKondom\u201c. Da sage ich nein danke. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was\nmachst du, wenn du die Frau dann siehst und wirklich komplett\nunattraktiv findest? Ist das schon vorgekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nTheoretisch\ngibt es eine Passage auf meiner Webseite, die besagt, dass ich mir\njederzeit das Recht herausnehmen k\u00f6nnte, zu gehen, aber es ist\nbisher noch nicht passiert, weil ich im Vorfeld vielleicht schon sehr\ngenau sp\u00fcre, wer das ist. Und wenn die Chemie stimmt, wie man so\nsch\u00f6n sagt, dann passt der Rest auch. Das K\u00f6rperliche ergibt sich\ndann. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Das\nhei\u00dft, du hast noch nie ein Treffen vorzeitig abgebrochen? <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nNein. Aber\nich hab schon mal nicht so genau auf mein Bauchgef\u00fchl geh\u00f6rt und\ndann das Treffen zwar durchgezogen, aber es war dann f\u00fcr beide nicht\nso toll und man hat sich danach auch nicht mehr getroffen. Es war\nkeine Katastrophe, aber es hat einfach nicht wirklich gepasst. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Du hast\noder hattest tags\u00fcber einen regul\u00e4ren Job. Betreibst du den\nCallboy-Job rein aus Leidenschaft oder gibt es auch einen\nwirtschaftlichen Aspekt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nZu Anfang\nhatte ich eine eigene Informatik-Firma und einen B\u00fcrojob als\nAngestellter. Ich bin ja eigentlich gelernter\nMaschinenbaukonstrukteur, Informatiker und ausgebildeter Bodyguard.\nDas lief so lange gut, bis alles zu viel wurde, ich einen Burnout\nbekam und Priorit\u00e4ten setzen musste. Damals entstand die Idee,\nCallboy zu werden. Ich habe das angefangen aus einer gewissen\nLeidenschaft heraus und weil ich denke, ich kann den Frauen auch sehr\nviel geben, nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch emotional und\nseelisch. Zuerst hab ich es nebenbei gemacht, tags\u00fcber im B\u00fcro\ngearbeitet und abends und am Wochenende Buchungen. Im August\n2012 hab ich dann mit meinem letzten regul\u00e4ren Job aufgeh\u00f6rt und\narbeite eigentlich nur noch als Callboy, habe aber zwischendurch\nimmer mal Anfragen f\u00fcr eine Woche oder einen Monat Konstruieren\noder\nInformatik. Gerade\ndieses Jahr habe ich drei Wochen am Flughafen in Z\u00fcrich gearbeitet\nin der Informatik. Aber sonst  lebe ich eigentlich von meiner Arbeit\nals Callboy, die ich sehr liebe und die mir auch Spa\u00df macht.   \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Ich hab\nso den Eindruck, dass du es auch richtig vermissen w\u00fcrdest, wenn du\nnicht als Callboy arbeiten k\u00f6nntest.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nGanz genau,\nes ist eine tiefe Sehnsucht in mir und ich bin \u00fcberzeugt, dass ich\ndamit einen wertvollen Beitrag f\u00fcr die Frauen leiste. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Nimmst\ndu deine Erfahrungen, die du als Callboy mit Frauen machst, mit in\ndein Privatleben bzw. umgekehrt, oder beeinflusst das eine das andere\nnicht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch denke,\njede Erfahrung, die man macht, egal wo, beeinflusst das eigene Leben.\nDas, was ich als Callboy erlebe, flie\u00dft dann auch in mein\nPrivatleben ein und umgekehrt nat\u00fcrlich auch. Es l\u00e4sst sich nicht\nvermeiden, ich bin eine Person.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Irgendwo\nhabe ich gelesen, du hast dich zwischendurch als Pornodarsteller\nausprobiert. Wie kam es dazu? Und warum hast du es wieder aufgegeben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nJa, durch\nmeine Arbeit hab ich nat\u00fcrlich auch gewisse Leute kennengelernt. Ich\nbin mit meiner damaligen Partnerin auf Erotikmessen gegangen, wir\nhaben dort Werbung gemacht und kamen damit in Kontakt mit den\nentsprechenden Leuten. Irgendwann kam einmal die Anfrage, ob ich\nnicht Lust h\u00e4tte, bei einem Porno mitzumachen. Ich dachte, okay,\nwieso nicht und hab&#8217;s gemacht, fand es dann allerdings ein bisschen\nschwierig und unnat\u00fcrlich. Man stellt sich das immer so einfach vor,\nman hat eine tolle Frau vor sich \u2013 also, ich spreche jetzt aus der\nSicht eines Mannes \u2013 und dann ist man geil und will die nat\u00fcrlich\nsofort &#8230; und was auch immer &#8230;  Aber man vergisst dabei die\nBeleuchtung, den Kameramann, einen, der immer rumquatscht, der sagt,\nso und so und so. Es geht schon und es ist auch eine interessante\nErfahrung. Aber weshalb ich eigentlich aufgeh\u00f6rt hab: Es ist zum\nTeil sehr unorganisiert und chaotisch am Set. Also, du kommst hin,\nbist gut vorbereitet \u2013 wie auch bei Buchungen habe ich mich da\nmental drauf eingestellt, da habe ich so ein Ritual \u2013 du kommst\nalso hin und findest, es ist noch nichts vorbereitet, da wird noch\ndiskutiert: Was machen wir \u00fcberhaupt? Du sitzt dann dort: Wann kann\nes endlich losgehen? Und irgendwann hast du einfach keinen Bock mehr,\nweil nur noch diskutiert wird. Und pl\u00f6tzlich soll es losgehen und du\nsollst in Gro\u00dfaufnahme funktionieren. Davor hast du dich aber\nvielleicht schon drei, vier Stunden aufgeregt. Ich bin eigentlich ein\nTyp Mann, der auf die Frauen eingeht und das kann man beim Porno\nnat\u00fcrlich nicht. Die Darstellerin ist genauso Profi wie der\nDarsteller, da ist oftmals nichts Pers\u00f6nliches. Das ist halt nur ein\nJob, da fehlt das Zwischenmenschliche, das Feeling. Deshalb hab ich\ngesagt, n\u00f6, f\u00fcr mich ist das nichts. Ich geh lieber meinen eigenen\nWeg, als Callboy hab ich einen gew\u00fcnschten Kontakt mit der Frau, das\nist pers\u00f6nlicher und man lernt sich dann auch als Mensch kennen.   \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Bist du\neher ein \u201eEinzelfall\u201c oder hast du viele Kollegen, die das in der\nArt und Weise betreiben, wie du das tust?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nKlar\ngibt es sicher andere Callboys, die auf ihre Weise gut sind. Ich bin\nschon immer ein Einzelg\u00e4nger gewesen und vergleiche mich nicht,\nerfahre aber von meinen Kundinnen von Qualit\u00e4ten der anderen Herren\nund folgere daraus, dass ich in meiner Art ein \u201eEinzelfall\u201c bin.\nIch arbeite auch bewusst nicht mit Agenturen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Genie\u00dft\nein Callboy deiner Meinung und Erfahrung nach mehr Ansehen als ein\nCallgirl? <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nGanz\nsicher, ja. Aber das liegt in erster Linie an der Wertsch\u00e4tzung der\nKonsumenten. Frauen sch\u00e4tzen mich und andere Callboys auf eine sehr\nmenschliche, dankbare Art und zeigen dies auch. W\u00e4hrend leider viele\nM\u00e4nner den bezahlten Sex m\u00f6glichst billig haben m\u00f6chten, wahllos\neine Frau f\u00fcr eine Art verl\u00e4ngerte Selbstbefriedigung w\u00e4hlen. Bis\nauf Ausnahmen, zum Beispiel Vanessa Eden, die auch im Edel-Segment\ngearbeitet hat und sicher die Wertsch\u00e4tzung gekriegt hat, die sie\nverdient. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Merkt\nman, dass sich daran langsam etwas \u00e4ndert oder ist das wirklich\nimmer noch so?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nJa,\nvielleicht \u00e4ndert sich was. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass Frauen,\ndie mehrere M\u00e4nner daten, nicht gleich dumm angeguckt werden. In\nBerlin mag das bereits so sein, Berlin ist eine weltoffene Stadt,\naber Z\u00fcrich hat in Bezug auf dieses Thema eher noch die Tendenz zur\nProvinz.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>K\u00f6nnte\nman dich beispielsweise auch in Berlin buchen? <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nSelbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Verr\u00e4tst\ndu was \u00fcber deine Preise oder ist das individuell verhandelbar?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nPreise sind\nnicht verhandelbar. Es gibt eine klare Staffel. Die erste Stunde\nkostet 400 Schweizer Franken, jede weitere 300. Ab vier Stunden wird\nder Stundentarif nochmals angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was war\nf\u00fcr dich die wichtigste Erfahrung aus deinem Job als Callboy? Hast\ndu dadurch irgendwas \u00fcber die Frauen, \u00fcber das Leben, \u00fcber dich\nselbst gelernt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nVieles, was\nich \u00fcber Frauen wei\u00df, hat mir meine Mutter vermittelt. Aber ich\nhabe erkannt, dass\njede Frau einzigartig ist in ihrem Verlangen, in ihrem k\u00f6rperlichen\nAusdruck und in ihrer Feinf\u00fchligkeit oder Wildheit. Ich habe\nverstanden, dass jede Begegnung wertvoll ist und ich mein Ego ganz\nhinten anstellen muss, um zu erkennen, wen ich gerade erlebe.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was hat\ndeine Mutter dir in Bezug auf Frauen denn beigebracht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nMeine\nMutter hat mir von Kind an ein tiefes Gef\u00fchl f\u00fcr die weibliche\nSch\u00f6nheit und Zartheit, bedingungslose Freude und wahrhaftige Liebe\nsowie f\u00fcr weibliches Wohlwollen und Feinf\u00fchligkeit vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Wie geht\ndeine Mutter heute damit um, dass du Callboy bist?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nSie erlebt\nmittlerweile positiv, was ich mache, und vor allem, wie ich es mache:\nsauber, seri\u00f6s, mit allen Frauen anst\u00e4ndig umgehen. Sie hatte\nanfangs Angst, dass ich in ein bedenkliches Milieu abrutschen k\u00f6nnte.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Glaubst\ndu etwas \u00fcber Frauen zu wissen, was dich von anderen M\u00e4nnern\nunterscheidet und abhebt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch glaube\nnicht, etwas zu wissen, sondern ich wei\u00df es anhand der vielen\nFeedbacks und aktuellen Gespr\u00e4che mit meinen Kundinnen, mit Frauen\nim Freundeskreis und sehr pr\u00e4zise durch meine Partnerin Tina. Sie\nalle erz\u00e4hlen mir ihre aktuellen und vergangenen Erfahrungen mit\nanderen M\u00e4nnern, seien dies fl\u00fcchtige Begegnungen oder dauerhafte\nBeziehungen. Und diese Frauen spiegeln mir genau wider, was ich\nanders mache, was an mir wertvoll f\u00fcr sie ist und inwiefern ich ihr\nLeben bereichere. Denn ich sehe ihr Wesen, sp\u00fcre ihre Sehns\u00fcchte,\ndie ganz eigene Magie oder den Zauber, den jede wahrhaftige Frau\numgibt, erkenne und wertsch\u00e4tze ihre Einzigartigkeit. Oft erfahre\nich leider, dass sich andere M\u00e4nner diese vermeintliche M\u00fche aus\nDesinteresse, Unkonzentriertheit und Stress nicht machen wollen, oder\nsie aus reiner Ichbezogenheit gar nicht machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Wirst du\ntrotzdem noch etwas dazulernen k\u00f6nnen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nMit\nSicherheit, sogar sehr viel, denn die Vielfalt der Frauen ist\ngrenzenlos. Keine l\u00e4sst sich mit einer anderen vergleichen. Die\nKonstellation ist bei jeder Begegnung und jedem zwischenmenschlichen\nAustausch immer wieder neu. Ob erstes Treffen oder wiederholte\nBegegnung, es gibt immer eine Entwicklung, ein Vorankommen, ein\nDazulernen. Wie meine Kundinnen oder meine Partnerin, so entwickle\nauch ich mich st\u00e4ndig. Wer andere Menschen aufmerksam wahrnimmt,\nliebevoll betrachtet und etwas von sich selbst gibt, bekommt meist\nsofort das Echo zur\u00fcck. Deshalb bin ich begeistert von wahrhaftigen\nFrauen, die trotz Bezahlung verstehen, dass Nehmen und Geben eins\nsind. Also dass das, was sie bekommen, auch davon abh\u00e4ngt, was sie\nselbst zu geben bereit sind und zulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Was war\nbisher deine merkw\u00fcrdigste Erfahrung als Callboy?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nIch wurde\nvon einem Schweizer P\u00e4rchen in ein Hotel nach Deutschland bestellt.\nBei ihm war eine Prostata-Operation vorgesehen und er dachte, er\nw\u00fcrde einen Mann finden, der seine Frau befriedigen k\u00f6nnte, wenn er\nnicht mehr kann. Was mich dann aber irritiert hat: Er guckte zu und\nwollte das Ganze filmen, so als Porno f\u00fcr sich zu Hause und das geht\nabsolut gar nicht.   \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Passiert\ndas \u00f6fter, dass Paare oder mehrere Frauen dich zusammen buchen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nMehrere\nFrauen? Das w\u00e4re mal lustig. Trauen sich das Frauen gemeinsam? Das\nw\u00e4re mir zumindest neu.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Hast du\ndas noch nicht gehabt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\nNur f\u00fcr\nStriptease, f\u00fcr Geburtstage und Junggesellinnenabschiede. Da war\neine lustige Geschichte, da musste ich in einer fahrenden Limousine\nstrippen. Die Platzverh\u00e4ltnisse waren d\u00fcrftig. Ich musste mich\nkriechend und schl\u00e4ngelnd meiner Sachen entledigen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nVon P\u00e4rchen\nwerde ich \u00f6fter gebucht. Eine meiner allerersten Buchungen war auch\nein P\u00e4rchen in einem Hotelzimmer \u2013 da hat er auch einfach\nzugeguckt. Ich habe auch m\u00e4nnliche Kunden, aber mit denen mach ich\nnichts. Ich bin nicht bisexuell, ich steh nicht auf M\u00e4nner, nur auf\nFrauen. Da werde ich dann auch ins Hotel gebucht und spiele dann\neinen Kumpel von dem Typen. Da ist dann nat\u00fcrlich auch eine Frau,\ndie nicht wei\u00df, dass ich gebucht bin. Und wir beiden M\u00e4nner haben\ndann Spa\u00df mit der Frau. Was auch schon vorkam, war, dass ich noch\neinen weiteren Mann mitnehmen sollte, dass wir dann zu dritt waren,\nalso drei M\u00e4nner und eine Frau. Da habe ich zum Gl\u00fcck meine\nConnections, wo ich noch den einen oder anderen geeigneten Herrn\naufbieten kann.      \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nick Laurent, Edel-Callboy aus der Schweiz, \u00fcber seinen Beitrag zum Wohle der Frauen, sein Bauchgef\u00fchl und die Lektionen seiner Mutter. Nick, hast du dich bewusst daf\u00fcr entschieden, Callboy zu werden, oder wie kam es dazu? Nick Laurent: Ja, das war eine l\u00e4ngere Entwicklung. 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