
Die Einheimischen hatten mir gesagt, dass die Straße schlecht sein würde, aber dass es gar keine Straße geben würde, das hatte ich so nicht verstanden. Der vertrauensvoll vom Gasthaus verliehene Scooter wäre eher für asphaltierten Stadtverkehr tauglich gewesen, aber nicht für diese steile Piste aus losem Geröll und rotem Schlamm. Von allen Seiten drängte der Dschungel auf die verbliebenen Wegreste zu, und obwohl es nicht mehr regnete, wurde ich klitschnass, sobald ich ein Blatt nur streifte. Bei dreißig Grad machte mir das wenig aus, ich war ohnehin vor Konzentration und Hitze nassgeschwitzt. Von kühlendem Fahrtwind konnte bei dem Schritttempo auch keine Rede sein und ohnehin war ich auf dem Weg zum örtlichen Wasserfall, um darin zu baden. Da es hierzulande nicht üblich war, nackt zu baden, würde ich wahrscheinlich sowieso mit Klamotten ins Wasser gehen und mich hinterher umziehen. Hinter der nächsten Biegung kam ich an eine Stelle, an der der Weg komplett weggespült war und ich beschloss, das Moped stehenzulassen und den Rest des Weges zu laufen, es konnte nicht mehr weit sein. Genau an der Stelle stand sogar schon ein Motorrad. Dann war die Straße hier wohl tatsächlich offiziell zu Ende.
Das Wasserrauschen, das mich den gesamten Weg mehr oder weniger laut begleitet hatte, wurde wieder stärker, als ich den letzten Anstieg nahm, barfuß, weil ich in meinen nassen Flipflops noch viel mehr rutschte. Das Geräusch bekam eine neue Intensität und ich wusste, das waren nicht mehr nur die kleinen Fälle rechts und links, die ich hörte, sondern der ganz hohe, zu dem ich wollte. So klingt Wasser, wenn es aus enormer Höhe auf Felsen schlägt. Als der Dschungel sich endlich vor mir öffnete und die 80 Meter hohe Klippe preisgab, von der die Wassermassen donnerten, war ich sprachlos vor Ehrfurcht. Was für eine Schauspiel! Trotz der schwülen Hitze bekam ich eine Gänsehaut. Noch trennten mich etliche Höhenmeter von der besten Ansicht und ich beschloss, etwas höher über die rundgeschliffenen Felsen zu klettern, um einen schönen Pool zum Baden zu finden. Bis ganz oben würde ich nicht gehen. Sich unter eine 80 Meter hohe Dusche zu stellen, war im besten Fall ohrenbetäubend, im schlimmsten tödlich. Dieses Kaliber Wasserfall genoss man besser aus einiger Entfernung. Aber ein Stück darunter, nur wenige Meter zu erklimmen, sah ich einen kleineren, vielleicht fünf Meter hohen, der gemütlich genug zum Drunterstellen aussah. Ich stieg etwas seitlich vom Fluss zu dem kleinen Plateau auf, am Rande des Dschungels, ganz aufgeregt, weil ich es wirklich und endlich hierher geschafft hatte und voller Vorfreude auf die Abkühlung. Das zweite abgestellte Moped hatte ich längst wieder vergessen und so war ich völlig überrascht, schon jemanden unter dem Wasserfall stehen zu sehen, jemandem mit leuchtend weißem Po zwischen braungebranntem Rücken und Beinen, und – als der Besitzer dieses straffen Gesäßes sich in meine Richtung drehte, meiner Gegenwart natürlich nicht bewusst – mit einer prächtigen Erektion in der Hand.
Seine Nacktheit allein hätte mich nicht eingeschüchtert. Offenbar hatte ich es hier nicht mit einem Einheimischen zu tun, sondern auch mit einem westlichen Ausländer, der Tiefe der Bräune nach zu urteilen vermutlich mit einem passionierten Surfer, derer es hier viele gab. Ich hätte mich freundlich grüßend gezeigt, hätte mich auch nackt dazugesellt, denn das schien für ihn kein Thema zu sein, und wir hätten die Erfahrung, in dieser atemberaubenden Kulisse zu duschen, teilen können. Nur die Erektion passte hierbei nicht ins Konzept. Ich verharrte hinter dem letzten Felsbrocken und überlegte, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Zu übersehen war der Ständer nicht, ich konnte schlecht einfach aus meiner Deckung herausplatzen und ihn ignorieren. Ich stellte mir vor, wie ich mit zum Gruß ausgestreckter Hand auf ihn zugehen und seinen Schwanz schütteln würde. „Very nice to meet you.“ Ich beschloss, lieber auf der Stelle hocken zu bleiben und zu warten, bis die Erektion auf die eine oder andere Weise verebbt wäre. Aber von verebben konnte keine Rede sein. Die Erektion wurde mit langen langsamen Bewegungen gehegt und gepflegt und ich starrte wie gebannt auf den glänzenden Schaft, der ab und an in den Wasservorhang gehalten wurde, ohne an Straffheit zu verlieren, und immer mehr oder weniger in meine Richtung weisend. Als der unbekannte Fremde seinen Körper spannte und mit lautem Stöhnen – das ich wegen des Tosens des Wassers nur anhand seiner Mimik erahnen konnte – seinen Samen über die Felsen verspritzte, entfuhr auch mir ein kleiner gutturaler Laut und mein Unterleib prickelte leise. Ich verharrte dennoch weiter hinter meinem Felsen, denn wäre ich jetzt hervorgekommen, wäre offensichtlich gewesen, dass ich ihn beobachtet und abgewartet hatte. Ich schlich mich zurück auf ein weiter unten liegendes Niveau, auf dem ich auch eine gute Stelle zum Baden gesehen hatte. Wie immer überraschte mich, wie warm das Wasser war. In Europa wäre das Wasser in dieser Höhe eiskalt gewesen, aber hier war es lediglich angenehm erfrischend. Die Felsen um das natürliche Becken waren so geformt, dass sie eine Art Unterwassersessel ergaben. Ich konnte mich bequem in die Strömung legen, ohne fortgespült zu werden und die Strömung ganz unauffällig zwischen meine Schenkel lenken.
Ich war schon fast auf der Zielgeraden meines eigenen Höhepunktes, da stand er plötzlich vor mir, in Tanktop und kurzer Hose. Wegen des Tosens hatte ich ihn nicht kommen hören. „Oh, hi, da ist ja noch jemand“, sagte er in dem typischen irischem Singsang, der mir unfehlbar ein Lächeln ins Gesicht zauberte, „Es sieht nach Regen aus“, schloss er mit Blick in den Himmel und hob die Hand mit seinem Motorradschlüssel. In der Tat, es zog sich schon wieder zu. Der Weg würde bei Regen noch viel gefährlicher sein. „Dann komme ich wohl lieber mit runter“, erwiderte ich errötend. Es war schade, dass ich die Wasserfalldusche nun verpasst hatte, und auch schade, dass sein Auftauchen mir den Orgasmus vermasselt hatte, aber die Aussicht, mit dem schicken Iren ins Dorf zurückzufahren, tröstete mich ausreichend. Es würde sicher nicht mein letzter Wasserfall werden, und auch nicht mein letzter Orgasmus. Als ich aus dem Pool stieg, spürte ich seinen Blick auf meinen Brüsten unter dem eng anliegenden nassen Stoff. Ich zog mich schnell um und folgte ihm zu den Rädern. „Ian“, stellt er sich vor. Er wartete, bis ich startklar war, dann fuhr er voraus. Hinunter war der Weg noch schwieriger zu meistern und die Konzentration ließ mich total verkrampfen. Entspannt cruisen, so wie ich mir das vorgestellt hatte, war das nicht. Als Ian abrupt stehenblieb, konnte ich nur knapp rechtzeitig bremsen. Sein Motorrad schien plötzlich den Geist aufgegeben zu haben, es ließ sich beim besten Willen nicht mehr starten. Da der Himmel sich weiter verfinsterte, beschloss er, sein Motorrad stehenzulassen und bei mir mitzufahren. Er würde es am nächsten Tag holen kommen. Er schob es an die Seite und stieg bei mir auf, sein rechter Arm sogleich eng um meinen Körper geschlungen. „Kann losgehen.“ Seine Präsenz hinter mir machte das Scooterfahren zu einer völlig anderen Nummer, und das nicht nur wegen des Kribbelns, das seine körperliche Nähe in mir auslöste. Schon nach wenigen Metern hielt ich an und bat ihn das Steuer zu übernehmen. „Ich bin noch nie mit wem hintendrauf gefahren, und schon gar nicht auf so einer Straße, das ist mir zu gefährlich.“ Wir tauschten die Plätze. „Rutsch ruhig ran, du kannst dich an mir festhalten, das macht das Fahren einfacher.“ Es war zunächst ungewohnt, denn auf den Motorradtaxis war man immer bemüht, etwas Abstand zum Fahrer zu halten und sich möglichst hinten am Sitz festzuhalten, aber sehr schnell entspannte ich mich. Ich konnte sofort spüren, dass Ian ein souveräner Motorradfahrer war und legte meine Arme dankbar um seinen Rumpf. Jede Bodenunebenheit ruckelte mein Becken näher an seinen knackigen Hintern, jede Delle drückte meine Brüste näher an seinen Rücken. Bald schon gab ich es auf dagegenzuhalten und blieb die ganze restliche Fahrt über eng an ihn geschmiegt sitzen. Als der Regen einsetzte, waren wir zum Glück schon im Tal. Meine Hütte lag gleich am Dorfrand, aber bis dahin waren wir schon nass bis auf die Knochen.
Ich wies Ian zum Abtrocknen ins Bad und zog mich selbst im Zimmer aus. In einen Sarong gewickelt frottierte ich mir gerade noch die Haare, da kam er mit dem Handtuch um die Hüften zurück. Sachte kribbelte die Erinnerung an seine Erektion in meinem Unterleib.
„Ich habe dich gesehen“, sagte ich ihm direkt ins Gesicht. Ich musste laut sprechen, weil der Regen heftig auf das Dach prasselte. Er wusste sofort, was ich meinte.
„Und hat es dir gefallen?“, fragte er mit einem feinen Funkeln in den Augen. Er hatte längst gewusst, dass ich ihn beobachtet hatte, wurde mir klar.
„Dir hat es offenbar gefallen“, konterte ich.
„Zugegeben. Obwohl ich normalerweise eigentlich eher der Voyeur bin.“
„Und ich mich lieber anschauen lasse.“
„Das kann ich mir gut vorstellen“, gab er schmunzelnd zurück, indem er einen Schritt auf mich zu kam und nach einem Zipfel meines Sarongs griff, der sich sofort löste und zu Boden fiel. Sein Blick glitt anerkennend über meine Kurven. „Ein schöner Anblick.“ Prompt, wie um seine Worte zu untermauern, spannte das knappe Handtuch über seinem Schritt. Es blieb kurz an seiner Erektion hängen und fiel ihm dann vor die Füße. Wir teilten ein kurzes Kichern, bevor Ian entschlossen seine Lippen auf meine senkte. Seine Rechte griff mein Haar im Nacken, seine Linke nach meinem Hintern. Sein Mund wanderte meinen Hals entlang, er biss mir sanft in die Beuge zwischen Hals und Schulter, als wüsste er ganz genau, dass mich das abgehen ließ wie Schmitz Katze. Ein so mächtiges archaisches Stöhnen entfuhr mir, dass wir wieder synchron kichern mussten. Er sah mich an und griff beherzt nach meinen Brüsten. „Okay, dann bist du jetzt dran. Wie magst du es denn?“
Ich stieg aufs Bett und kniete mich aufrecht ans Kopfende, mit dem Rücken zur Wand. Meine Knie gespreizt, die Hüfte vorgeschoben, stützte ich mich rücklings am Kopfteil des Bettes ab. Ian ließ sich Zeit mich anzusehen und ich spürte meine Vulva nur von seinem Blick anschwellen. Er kam aufs Bett und kniete sich vor mich, näherte sein Gesicht meinem exponierten Schoß ein Stück. Ich spürte, wie meine Vulva sich von ganz allein öffnete und ihre glänzenden Falten preisgab. Mein Klitorisschaft wurde prall und fest, das weibliche Pendant zu Ians stattlicher Erektion. Ich schob ihm mein Becken noch ein Stückchen entgegen und mit einer Hand meine äußeren Lippen etwas auseinander. „Wow, das ist wunderschön“, deklamierte Ian, „ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll: dich anschauen, dich anfassen, dich lecken, meinen Schwanz in dir versenken.“
„Schön eins nach dem anderen“, gab ich zurück, „und ganz langsam.“
Er kam wieder zu mir hoch und schmiegte seine Handfläche eng an meine Vulva. „Ich spüre sie schon puckern“, flüsterte er mir zu und küsste mich erneut. Oh ja, und wie sie puckerte! Mit der Vorarbeit, die die Strömung am Wasserfall geleistet hatte, würde ich nicht mehr lange aushalten. Ian tauchte wieder ab, verharrte kurz mit dem Gesicht vor meiner Vulva, bevor es mich hinriss. Ich fasste seinen Hinterkopf und schob ihm meinen Schoß noch ein paar Zentimeter entgegen. Sein Mund dockte an meine pralle Vulva an, seine Zunge presste sich breit und fest gegen meinen Klitorisschaft und ich entlud mich in einem fantastischen langen Orgasmus, der meinen ganzen Körper erfasste und durchzuckte. Erst als mein Beben in Ians fester Umarmung verebbte, wurde mir bewusst, wie still es war.
„Es hat aufgehört zu regnen“, sagte ich, als ich wieder zu mir kam.
„Das schon, aber meine Sachen sind noch nass“, erwiderte er verschmitzt. „Ist es okay, wenn ich noch bleibe?“