Ode an den schüchternen Schwanz

Ode an den schüchternen Schwanz

Erotische Gedichte und Geschichten – Eine Anthologie.

Herausgegeben vom Menantes-Förderkreis Wandersleben zum „Menantes-Preis für erotische Dichtung“ 2019.

 Ode an den schüchternen Schwanz  


Du willst von mir wissen,
gibt es an meinem Körper auch Stellen
zum Streicheln und Küssen,
wovon meine Schleimhäute nicht anschwellen?
„Kaum“, erwid're ich richtig,
„aber ist das denn wichtig?
Schließlich kann ich kommen ohne Ende
und du hast Zunge, Mund und Hände.“


„Du bist erogene Zone
vom Scheitel zur Sohle
und ich bin Schlappschwanz
vom Fuß bis zum Haarkranz“,
sagst du lachend
mit den Fingern in mir ein Inferno entfachend.


Du bist so verkopft
doch kannst du küssen und lecken
und meine Säfte mit den Fingern wecken
wie kein Zweiter.
Oh, bitte mach weiter!


Ganz gleich wo du anfasst,
mich spielend berührst
und zum Höhepunkt führst,
mir so tief in die Seele schaust,
als wolltest du sie trinken,
als wolltest du in mir versinken,
mit deiner Liebkosung den Verstand noch raubst.


Wie sehr du meine Möse genießt,
bis duftendes Wasser ihr entfließt.
Wie du mich anschaust wenn ich komme,
es ist eine Wonne
ein Segen
ich will mich nur noch in deine Arme legen.
Mir beim Orgasmus zuzuhören,
scheint dich enorm zu betören,
mir beim Kommen zuzusehen,
macht dich geil, es ist nicht zu übersehen.


Du siehst es als Schwäche
dir macht es Sorgen,
doch es ist das beste Kompliment:
Erst musst du es mir besorgen,
dann ist auch dein Schwanz ganz enthemmt.


Würde dein Schwanz auf Knopfdruck funktionieren,
du hättest wohl kaum so treffliche Manieren.
Ich liebe deinen schüchternen Schwanz,
er braucht eine extra Einladung zum Tanz,
doch meiner kundigen Hand fügt er sich wohl
und mein heißer Mund bleibt niemals hohl.


Noch ein letzter Orgasmus für mich
bevor dein Schwanz sich entschließt
und seinen Samen in mich ergießt.

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